Verlorene Kindheit

Also ich fange mal von ganz vorne an, ich bin die jüngste Tochter

von meinen Eltern und war ungewollt. 

Habe einen Bruder der 2 Jahre älter ist, eine Schwester 

die 4 Jahre älter ist, und noch einen Bruder der 5 Jahr älter ist. 

Mein Vater ist meiner Mutter während der Schwangerschaft

auf dem Bauch herum getrampelt, weil ich nicht auf die Welt kommen sollte. 

Aber leider, ich kam, doch sie dachten, weil ich ein 7 Monatskind war, 

dass ich nicht überleben würde. Da war die Freude für sie wieder groß. 

Aber ich wollte Leben und kämpfte, zum Leidwesen meiner Eltern.

 

Ich kann mich erinnern, als ich 3 Jahre alt war bekam ich schon immer 

Prügel und wurde geschlagen weil ich auf der Welt war. 

Ich wurde vom Kindergarten wieder rausgeholt weil die Kindergärtnerin 

etwas merkte, war immer grün und blau. 

Wir wohnten bei meiner Oma bis ich 6 Jahre alt war,

es war die Hölle, nur Prügel und Beschimpfungen. 

Ich konnte manchmal tagelang fast nicht mehr laufen. 

Sie sagten immer, warum lebst du noch, du bist doch das Dümmste 

was es gibt auf der Welt, ein Miststück, eine S.., das primitivste 

was es überhaupt gibt, so was wie du darf nicht leben 

so was sollte man umbringen, und immer Prügel, Schläge, Demütigungen.

 

Als ich dann 6 Jahre alt war, da zogen wir bei meiner Oma aus 

und es wurde noch schlimmer. Meine Mutter hasste mich so sehr, 

sie verlangte von mir das ich kochte und die Wohnung sauber hielt, 

natürlich machte ich Fehler und sie verprügelte mich. 

Wenn Abends der Erzeuger kam, Vater war er ja nie, Albert heißt er,   

da sagte dann meine Mutter, die heißt Lilo, die Dreckschlampe, 

das verkommene Miststück, hat mal wieder nicht das gemacht, 

was ich zu ihr sagte. Es kam dann so, ich durfte nichts mehr sagen, 

nur noch, wenn ich was gefragt wurde. Wehe, ich sagte mal was, 

ich wurde grün und blau geschlagen.

 

Mein Bruder, der 2 Jahre jünger ist, der wollte immer was sagen

wenn Lilo mal wieder Lügen über mich erzählt hat was ich angeblich 

gemacht oder nicht gemacht habe, aber Albert sagte, geh weg, die Drecks.. 

die braucht mal wieder Prügel. 

Ich wurde sogar Nachts aus dem Bett heraus gezogen, an den Haaren, 

wenn sie Hunger hatten und ich nicht schnell genug aufstand 

um ihnen was zu machen. 

 

Ich hatte auch keine Puppe oder so was, hätte doch so gerne eine gehabt.  

Ja, meine Geschwister, die hatten Spielsachen, aber oh weh, wenn ich mal 

eine Puppe anfasste von meiner Schwester, war wieder die Hölle los. 

Meine Schwester hieß übrigens "Prinzessin, die Wunderschöne" und wurde 

immer ganz toll angezogen. Ich musste ganz alte Sachen, wo Flicken 

drauf waren, anziehen. Jedenfalls musste die Prinzessin nie was machen 

ich musste ihr noch die Schuhe putzen. Ich wünschte mir doch so gerne 

eine Puppe, die ich festhalten konnte und der ich was erzählen konnte.


Jedenfalls wurden meine Geschwister in den Arm genommen und ihnen

gesagt wie lieb sie sie haben, ich musste neben dran stehen und zuschauen, 

oh weh, wenn ich anfing zu weinen waren mal wieder Prügel angesagt. 

Es verging kein Tag, wo ich keine Prügel bekam. Warum hatte mich 

denn keiner lieb, ja, weil ich einfach ein Nichts war, ich war blöd 

und dumm, mich konnte man nicht lieb haben.


Die Nachbarn riefen so oft die Polizei, sie kamen auch, sagten aber 

wortwörtlich: "Solange ich noch lebe" könnten sie nichts machen. 

Als ich dann in die Schule kam, merkte der Lehrer gleich, dass mit mir 

was nicht stimmte. Ich meldete mich ja auch nie, weil ich es ja nicht 

kannte, dass ich was sagen darf und ich konnte ja auch manchmal 

nicht mehr sitzen, alles tat mir weh.
Meine Eltern mussten dann mal in die Schule kommen, doch danach 

zogen sie mich gleich aus dem Bett und verprügelten mich so, 

dass ich ein paar Tage nicht mehr in die Schule konnte. Trotzdem hat 

keiner etwas unternommen. Ich wurde älter und immer deprimierter, 

ich wollte selber schon nicht mehr leben.


Als ich 9 Jahre alt war da vergewaltigte mich mein Bruder, der 2 Jahre 

älter war als ich. Dabei drückte er immer das Kissen in mein Gesicht. 

Ich hatte immer mehr Angst, zuckte nur noch zusammen 

wenn auch nur einer eine Hand hob. 

Ich hatte eine Schulfreundin gefunden, besser gesagt 2 Schulfreundinnen, 

die bekamen ja viel mit, hat aber auch nichts genutzt. 

 

Mein Bruder ließ endlich nach mit den Vergewaltigungen, als ich 

11 Jahre war, denn ich bekam schon früh meine Periode. 

Da wusste er wohl, dass ich ein Baby von ihm bekommen kann. 

Endlich eine Qual weniger. 

Aber unter uns wohnte eine junge Frau, die sich dann auch noch 

ein paar mal  an mir verging, ich war doch so hilflos.

 

Als ich 15 Jahre alt war ging ich zum Jugendamt, wollte weg 

von zu Hause. Aber ohne Unterschrift der Eltern ging nichts, 

und die sagten zu mir, nein, dann können wir dich nicht mehr quälen. 

Meine eine Freundin ließ mich im Stich als ich mit 15 Jahren 

am hellen Tag von 2 jungen Männer vergewaltigt worden bin, 

die Leute kamen auf den Balkon, schauten, und machten wieder zu, 

niemand tat irgendwas.

Sie ließen einfach nicht von mir ab und sagten, sie warten bis ich 

einen Orgasmus bekomme, oh nein, bitte nicht. Wer wird mir schon 

glauben, niemand, die denken alle ich spinne

Ich hatte niemand dem ich sagen konnte wie dreckig ich mich fühlte, 

vergewaltigt worden zu sein. 

 

Ich sah leider sehr hübsch aus, musste aber immer die Kittelschürzen 

meiner Oma anziehen, und wurde von meinen Mitschülern gehänselt. 

Jetzt hatte ich nur noch eine Freundin, die andere ließ mich ja im Stich. 

Niemand half mir, wenn mich mein Vater auf der Straße zusammenschlug 

so das ich blutüberströmt zum Arzt ging. Aber niemand machte etwas. 

Nein, nur nichts sehen nur nicht helfen, ich bin doch nur ein Nichts, 

eine dumme, blöde Ziege, die es nicht Wert ist das es sie überhaupt gibt. 

 

Mein Vater kaufte sich eine Pistole und setzte sie mir öfters an die Schläfe 

und  Mutter und Vater amüsierten sich wenn sie sagten, 

und jetzt bist du dran, jetzt bist du gleicht tot, denn so eine Mists.. 

wie du muss weg vom Fenster. Da sagte ich einmal, eigentlich durfte 

ich ja nichts sagen ohne ihre Erlaubnis, als er den Revolver in meine 

Schläfe hineinbohrte, drück endlich ab, dann seid ihr mich doch endlich 

los. Sie traten auf mich ein, ich schrie nein bitte nicht, und sie lachten 

und ich sah nur noch Sternchen.

 

Als ich 18 Jahre alt wurde da zog ich sofort aus, aber von wegen, 

vor meinem Vater hatte ich immer noch keine Ruhe. Er passte mich ab 

wo er nur konnte, sagte, er vermisse mich, aber nur, damit er mich 

verprügeln und beschimpfen konnte, da ich ja ein Nichts war 

und ich nicht leben durfte


Ich durfte ja nichts lernen, musste also nach der Schule gleich arbeiten. 

Ich hatte noch meine Freundin aber sie wusste nie was von den ganzen 

Vergewaltigungen, nur wie ich behandelt wurde von meinen Eltern. 

Also ging ich arbeiten und machte Abends meinen Realabschluss nach, 

weil ich ja leider nie auf die Realschule gehen durfte. Danach ging ich 

wieder auf die Abendschule und lernte einen Beruf. Aber immer noch 

wurde ich von meinem Vater überall abgepasst, war echt schlimm.

 

Wann hört es endlich auf mit den Schlägen, ich weiß das ich ein Nichts 

bin, aber habe ich kein Recht auf ein Leben, gibt es niemand der mich 

mal ein bisschen gerne hat. Aber ich ließ auch keine Männer an mich 

ran, hatte so Angst. Ich fing dann 1980 bei den Amerikanern an zu 

arbeiten im Büro, und oh je, da lernte ich dann meinen Ex Mann kennen. 

Ich wusste er trank viel, man kann schon sagen er ist Alkoholiker und er 

war der erste Mann der sagte, er hat mich gern. Und ich Simpel viel 

natürlich darauf rein. Wir heirateten ziemlich schnell, 1982, und dann 

zeigte er sein wahres Gesicht. Er trank viel und fing an mich zu verprügeln 

wenn ich keine Liebe mit ihm machen wollte. Er nahm mich so wie er wollte 

ich war nur noch eine Marionette, ich durfte auch meine Freundin nicht 

mehr besuchen wenn er in die Kneipe ging um zu saufen und zum spielen.

 

In der Firma machte er auf guten Ehemann. Er machte sehr viele Schulden 

und er überzog mein Konto, so dass ich nach der Firma noch Putzen ging 

und am Wochenende bei der Wach und Schließgesellschaft arbeitete damit 

er das Geld ausgeben konnte. Dadurch das wir ja Uniformen trugen brauchte

ich ja nicht mehr viel zum Anziehen, ich nahm auch immer mehr ab. 

1990 sagte dann meine Freundin als ich mal wieder so verprügelt wurde, 

komm packe deine Sachen, du kommt jetzt mit zu mir so geht das nicht mehr 

weiter. Und ich bekam auch schon einen Monat später meine Wohnung. 

Da wohne ich auch noch heute.

 

Am Einzugstag stand mein Vater vor der Tür und wollte mich verprügeln, 

da ging meine Freundin dazwischen und meinte, so jetzt reicht es,

er soll sich gefälligst ein anders Opfer suchen. Endlich mal keine Prügel. 

Leider wurde ich dann noch mal 1991 vergewaltigt. 

Mich zog einer in einen Hauseingang hinein, zerrte mich in den Keller 

und vergriff sich an mir.


1992 war ich mit meiner Freundin einmal auf der Bowling Bahn  

und da sah ich Ken dann das erste Mal. 

Ich sagte zu meiner Freundin, du das ist er. Sie sagte, nein Rita 

das meinst du doch nicht ernst, und ob ich sie veräppeln will, 

denn sie wusste doch, dass ich eigentlich keine dunkelhäutigen Männer mag, 

hatte einfach sehr große Angst vor denen obwohl ich ja bei den Amerikanern 

arbeitete. Aber bei ihm wusste ich es einfach, er ist es. Und tatsächlich, 

es wurde wirklich was. Und erst seit dieser Zeit habe ich auch keine Prügel 

oder Schläge mehr von meinem Vater bekommen, den Ken hat ihm gedroht.

 

Und dann ging auch mein größter Wunsch in Erfüllung, ich bekam ein 

Kind, einen Sohn, den wir uns so gewünscht hatten, das war 1995. 

Begann jetzt mein Leben, kam jetzt auch das Glück zu mir? 

Weit gefehlt, denn da kam leider eine Krankheit auf mich zu 

die mich total unanschaulich machte, ich, die doch immer so gut aussah 

war mal wieder ein Aschenputtel geworden.

 

Und als ob das nicht schon genug wäre, bekam ich auch noch andere 

Probleme. Nachts habe ich Albträume, habe Angst dass ich vergewaltigt 

werde, dass mein Vater oder Ex Mann vor mir steht und mich verprügeln 

will. Habe Angst auf die Straße alleine zu gehen. Habe Probleme beim 

Liebe machen. Lasse es nicht zu, dass mich jemand in den Arm nimmt, 

mich doofe Kuh. Wenn Danny sagt er liebt mich, ich glaube es einfach 

nicht, wer kann mich schon mögen oder lieben, mich, eine dumme, 

blöde S.., ein Nichts, ein Miststück usw.


Jetzt suche ich Hilfe und werde überall abgelehnt, entweder zu voll, 

kein Therapieplatz. Oder es heißt, wenn ich dann mal einen Termin habe, 

dass sie mir nicht glauben oder ich kann keine Therapie mitmachen, 

weil ich dann die ganze Gruppe durcheinander bringe. 

Ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll, brauche unbedingt Hilfe. 

Der Herbst rückt immer näher und da bekomme ich so große Depressionen 

und Angstzustände und will dann einfach nicht mehr.

 

Danny und Ken halten mich noch am Leben, denn sie brauchen mich.

Ich weiß einfach nicht, wie es weitergehen soll, was noch kommt.
Jetzt höre ich aber auf zu schreiben, bin fix und fertig, 

ich will mich entschuldigen, will nicht haben das es jemanden leid tut, 

das jemand Mitleid hat, will niemand durcheinander bringen,

aber ich musste es einfach mal aufschreiben, Entschuldigung!


Diese Geschichte darf ich mit der Genehmigung

von "Rita Müller"

auf meiner Seite veröffentlichen.

Es gibt auch noch "Eine wahre Geschichte" von Rita

Und "Hier" kommst du zu ihrer Homepage